Football Game, Pilgerhaus, New Bern, Cincinnati

Sehr verehrte Damen und Herren

Wir begrüssen Sie herzlich an Bord unseres Blogs. Es freut uns, Ihnen wieder einmal einen Input in unser Reiseleben zu geben. Wir bitten Sie, alle Mobiltelefone auszuschalten sowie sämtlichen elektronischen Geräte herunterzufahren. Gurten Sie sich an und geniessen Sie den Blog.

Eines der Highlights der letzten Woche war das Football Game in Albuquerque. Es spielten die beiden Universitäten des Staates New Mexico gegeneinander, also ein sehr wichtiges Derby. Dank unserem Campingnachbarn Paul kamen wir zu einer Handynummer und einer sogenannten Tailgateparty. Pauls Freund Joe lud uns ein, mit ihm und seiner Familie vor dem Spiel zusammenzusitzen, zu essen und zu trinken. Nach amerikanischem Brauch wird vor dem Spiel auf dem Parkplatz auf der Ladefläche der Pickups gegessen, getrunken und gefeiert.

Joe's Sohn Jason begleitete uns auf die Tribüne und VERSUCHTE (nicht sehr erfolgreich, was aber nicht an ihm lag), uns das Spiel zu erklären. Es war spektakulär und spannend, unsere Aggies waren lange im Rückstand, konnten kurz vor Schluss einen Touchdown erzielen, die Lobos erhielten 2 Sekunden vor Schluss die Riesenchance zum Sieg, trafen aber das Tor doch nicht. Das Spiel war ein Riesenspass, auch wenn wir bis zum Schluss die Regeln nicht wirklich begriffen haben. Es hatte zum Beispiel auch in der Luft herumwirbelnde Cheerleaders und Marschmusiken mit Tanzbattels oder ein Cowboymaskottchen, das auf das gegnerische Koyotenmaskottchen schoss...

Nach dem aufregenden Spiel kamen wir zurück auf den Campingplatz und wollten ins Zelt gehen. Es war offen und unsere Duvets Esther und Edith, Madeleines Seidenschlafsack Irène, unsere Kissen Fabrice und Loris sowie der Gaskocher Kocher Michel waren einem gemeinen Kidnapping zum Opfer gefallen. Überlebende waren der iPod von Nora, unsere Matratzen sowie Mrs. Blue, die schöne Faserdecke, Mister Green, die eklige Wolldecke und Judy, das Zelt. Auch die Box und die Kühlbox voll Essen und Geschirr, ebenso eine rumliegende Rumflasche kamen mit einem Schrecken davon.

Wir verbrachten eine kurze Nacht im Auto und gönnten uns am nächsten Morgen ein dickes Frühstück in einem Casino. Wir tranken Kaffee und Osaft, assen Speck, Eier, Toast, Rösti, Bohnen und Chili sowie Tortillas mit Käse. Gekostet hats 9.90!

Geholfen hats nicht, wir waren krank. Fiebrig fuhren wir weiter, kauften unterwegs neue Duvets (Erika und Elsbeth), neue Kissen, eine zusätzliche Faserdecke (Lady Red) und einen Gaskocher Michel 2.

Die nächsten beiden Nächte verbrachten wir in geheizten Cabins, ernährten uns von Süppchen und schliefen uns gesund.

Gesund und busper fuhren wir nach Memphis. Elvis lebt, drum wäre es für nichts, 60 Dollar für einen Blick auf ein Grab auszugeben. Ebenfalls wäre es unhöflich, sein Haus und Schlafzimmer anzuschauen.

Wir logierten in einem richtigen Pilgerhaus, angekoppelt an eine Kirche. Die günstigste Jugi ever, konnte nur dadurch so günstig sein, dass man Hausarbeiten erledigen musste und für andere putzen sollte. Wir sündigten und taten dies nicht und gingen stattdessen an ein Konzert.

Am nächsten Tag schauten wir ein bisschen Memphis an und fuhren weiter Richtung Ostküste. Unser Ziel: New Bern. Als Altberner wurden wir herzlich willkommen geheissen und in die Geschichte des einzig wahren New Berns (von 56) eingeführt. Es wurde 1710 vom Berner Baron von Graffenried gegründet und zählt als offizielle Tochterstadt des originalen Berns. Wir wurden gefragt, warum der Berner Bär auf dem Wappen die Zunge rausstreckt. Diese Frage möchten wir gerne an Sie weiterleiten. Wer etwas weiss, soll bitte einen Kommentar schreiben. Auch wer es nicht weiss, darf gerne in einem Kommentar schreiben, dass er oder sie es nicht weiss!

Wir wohnten bei einem couchsurfer-Ehepaar, welches aus einer exzellenten Köchin und einem talentierten Monopolyspieler bestand.

Den nächsten Abend verbrachten wir in Greensboro, wo wir nach einem Kinobesuch zurück auf den Campingplatz kamen und von Weindegustatoren und Ritter eingeladen wurden. Wir versuchten Weine und probierten Kettenhemden an und gingen dann doch bald schlafen.

Am Sonntag fuhren wir nach Asheville, einer Künstler-Hippie-Stadt. Wir gingen mit einem anderen Hostelgast echtes Barbeque essen und in Madeleines Geburtstag reinfeiern. Zur Feier des Tages fuhren wir bei Regen bei Nacht mit offenem Cabrio nach Hause, und da wir sowieso schon nass waren, beschlossen wir, verbotenerweise in den Hot Tub zu hüpfen. Mit Weisswein stiessen wir einmal mehr auf Madeleines Geburtstag an.

Des Tages fuhren wir nach Cincinnati zu Familie Gassmann (Madeleine war in jungen Jahren in Burgdorf Babysitter der Kinder Giulia und Flynn). In London (Kentucky) machten wir einen Zwischenhalt im Starbucks. Gassmanns emfingen uns herzlich mit einem Raclette und zeigten uns die stadtbesten Glaces (mit Güeziteig). Im Gegenzug stahlen wir ein Flynnplakat.

Heute gingen wir shoppen und skyline chili essen (Cincinnatispezialität: Hot Dog mit Chilihackfleisch und Unmengen Käse), das Cincinnati Art Museum anschauen und die Stadt von oben.

Nachdem wir die Kinder von der Schule abgeholt hatten, gingen wir in einen Halloweenladen, wo es von abgehackten Köpfen über blutige Messer, menschliche Herzen, grillierte Finger, Kostüme, Masken, Perücken und Brillen aller Art bis zu rauchnenden und sprechenden Halbtoten alles gab. Am Abend gingen wir zu dritt für 5.25 ins Kino (alle Eintritte zusammen).

Morgen fahren wir los Richtung Philadelphia für unser Hockeyspiel.

Wir hoffen, Sie hatten eine angenehme Unterhaltung. Sie dürfen sich somit wieder abschnallen und Ihre Geräte wieder aufstarten.

Zum Schluss möchten wir noch unsere Mitarbeiterin des Monats, Trudi Rindlisbacher (Autoschlüsselanhänger), ehren. Als treuste unserer Mitreisenden steht sie uns Tag und Nacht tatkräftig zur Seite. Trotz ihrer psychischen Instabilität legt sie für uns ein riesiges Engagement an den Tag. Wir sponserten ihr als Preis ein Fotoshooting. Ausserdem bekam sie einen Früchtekorb von uns. Nächstens werden auf facebook die entstandenen Fotos veröffentlicht. Trudi, we love you!

Liebe Grüsse

Nora und Madeleine

(Laura and Natalie, nach Starbucks)

7.10.09 08:15

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(9.10.09 23:19)
Liebe Reisende
ich habe nachgeschaut, wegen dem Bär und seiner Zunge:...der offene Rachen mit der ausgeschlagenen Zunge soll Wehrhaftigkeit simbolisieren. ...und das der Bär männlich ist, ist sowiso klar. Der von New Bern NC ist es übrigens nicht, da muss man gar nicht so genau hinschauen.
Die Fotis sind ja wieder ganz toll, vielleicht ein bisschen viele Sonnenauf- und untergänge, aber eindrücklich auf jeden Fall, besonders der vom Bett aus.
Endlich habe ich den Papagei aus unserer letzten Skypesitzung nicht nur als drei Pixel unterschiedlicher Farbe wahrgenommen. So sieht er doch schon ganz hübsch aus.
Bald seit ihr wieder zu Hause. wir freuen uns wahnsinnig auf euch und eure Geschichten, auch auf die, die sich nicht so zum Bloggen eignen.
Bis bald
Ueli


Andrea (10.10.09 19:18)
Mann Mad und Nora,
Ihr habt echt etwas verpasst. War gestern mit Flynni und den Schweden-Zwillingen auf dieser USS Nightmare. Hat zwar schlappe 16 $ gekostet, aber es war den Preis total wert. Fast eine Stunde sind wir in dunklen Gängen über wacklige Stege umringt von abgehackten Händen, Blutspritzern, Eiterflecken, Leichen usw. herumgekrochen. Zombis, Werwölfe, Kettensägenmonster, Chirurgen mit blutigen Skalpellen usw. sprangen uns von allen Richtungen an und sind uns auch noch hinterhergerannt. Flynni hatte fast eine Herzbaracke. Wir mussten uns in alle Richtungen wehren..... Wenn Ihr irgendwo noch ein haunted house seht, geht unbedingt rein !

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