Heiliger Diego

Hulde Gefolgschaft

Die Pilgerinnen melden sich zurück aus der Stadt des Heiligen Diego. Viel ist uns seit unserer letzten Botschaft widerfahren, und wir brennen darauf, euch darüber zu berichten.

Als erstes möchten wir ein Kränzlein winden all jenen, die uns Bekanntmachungen zukommen liessen! Insbesondere möchten wir danken Pater Ulrich Fritz aus dem Dorfe oberhalb der Burg und Schwester Maria Lena aus der helvetischen Hauptstadt. Sie zählen zu den treusten Schriftsetzer unserer Anhänger. Alle anonymen Leser, die noch nichts von sich haben hören lassen, sind somit aufgefordert, unsere Schriften zu kommentieren. Schwarzleser werden Busse erfahren!

Und nun des Berichtes Hauptteil: Wir residierten bei der Base zweiten Grades Marlena, deren Gemahl Paul, sowie Hündin Lucy in Cambria am Ufer des Friedlichen Ozeans. Die Gastgeber hausen auf einer Avocadoplantage. Wir durften einer Führung durch die Avocadohaine beiwohnen und kamen in den Genuss von erntefrischen Avocados. Zudem gewährten sie uns das Pflücken eines kleinen Vorrats. Mit der Dame des Hauses begaben wir uns auf eine Spazierfahrt mit Tretrossen. Die sportive Base zweiten Grades schnitt ein horrendes Tempo an und die Fräuleins folgten mit Müh und Not. Am Ozean angelangt, prüften wir die Wassertemperatur mit den grossen Zehen und besiegelten, dass diese viel zu niedrig ist.

Marlena verliess uns und so rollten wir in gemächlichem Tempo weiter. Als erstes wurde Koffein mit Schaum genossen und dazu ein Zitronenleckerbissen. Danach halfen wir aktiv, der amerikanischen Wirtschaftskrise entgegenzuhandeln und erstanden mehrere prächtige Gewänder.

Am späteren Abend wurde gespeist aus dem Lande unterhalb Amerikas, selbstredend mit frischen Avocados. Des Nachts verzehrten wir kalifornische Spezialitäten, die wir in der Stadt des Heiligen Franziskus als milde Gabe empfangen haben.

Einige Zeit, nachdem die Sonne sich wieder in das himmlische Königreich erhob, erhoben auch wir uns aus unserem emporragenden Himmelbett und verliessen nach einem kräftigenden Mittagessen das Dorf am Ozean.

Wir durchquerten die Wüste, Orangenplantagen und Pfirsichhaine und erreichten den Yosemite Nationalpark. In dieser kalten Nacht ist Schwester Maria Eleonora wirklich erkaltet und Schwester Maria Magdalena auferstand mit einer schweren akuten Erkältung einschliesslich tussus quinta, auricula ulla ulla und Jammeritis chronica. Erstere kümmerte sich aber mit viel Herzblut um sie und brühte heilende Milchsäfte. Aus gesundheitlichen Gründen verbrachten wir die nächste Nacht in einer beheizten Waldhütte mit anderen Pilgern (eine Herberge für Jugendliche).

Nach einem Kur- und Ruhetag und gelungener Genesung fuhren wir unsere Reise fort in den Sequoia Nationalpark. Die immensen Baumpflanzen kamen unglücklicherweise der erdrückenden Anzahl (germanischen) Urlauber wegen nicht gänzlich zur Geltung. Dank einer barmherzigen Urlauberinformantin kamen wir aber zu einer erholsamen, menschenarmen und lehrreichen Promenade durch das hochgewachsene Gehölz.

Die Reise führte uns weiter in die fesselnde Stadt der Engel. Wir durften residieren bei Vetter zweiten Grades Frau‘s Bruders Gefährtin Han. Die Residenz zu finden erwies sich als äusserst nervenaufreibend und diffizil. Die Stadt der Engel war für die beiden Schwestern ein Stück zu gross, um sich zu orientieren. Selbst Gina Paris Sandy, unsere treue Gefährtin in Form einer satellitengesteuerten Gerätschaft, liess uns im Stich. Als die Finsternis schon lange angebrochen war, erreichten wir kurz vor der Bestürzung den äusserst charmanten und mexikanisch angehauchten Wohnsitz unserer Gastgeberin mit Terrasse, die Ausblick über die ganze Stadt bot. Das Himmelsgewölbe über der Stadt war des unsichtbaren Feuers ringsum wegen durch Asche verschleiert.

Die Hausherrin nahm uns tags darauf mit an die Schau der finalen Projekte der angehenden Akademiker der Architektur der Stadt der Engel, wo wir unser Auge mit Interessantem und Zukunftsweisendem der Baukunst schulen durften. Wir erweiterten unseren Horizont zudem im Museum für Zeitgenössische Kunst (MOCA). Hierzu haben wir folgendes zu beichten: Wir missachteten Gebot Nummer 8 und gaben vor, Studenten an der Universität GIBB zu sein. Dadurch erlangten wir einen ungerechtfertigten Rabatt. Wir sind bereit, für diese Sünde Busse zu tun.

Tags darauf besuchten wir den sandigen Ort, wo Land und Wasser aufeinandertreffen und gönnten uns einen Sprung ins angenehm kühle Nass des Friedlichen Ozeans. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit Sonnbaden und Genuss des koffeinhaltigen Getränks.

Unsere Pilgerfahrt führte uns gestern in die Stadt des Heiligen Diego, die wir in unsere Herzen geschlossen haben als eine der wundervollsten Städte des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten. Nach einem weiteren Tag mit reger Beteiligung für eine positive Bilanz der weltweiten Wirtschaftslage (mir si ga shoppe&hellip, geniessen wir jetzt die kühle Sommernachtsluft und werden später zu einem Weizensaft den Tag ausklingen lassen.

Gebenedeit seien die Früchte eurer Leibe! Amen.

Schwester Maria Eleonora

Schwester Maria Magdalena

16.9.09 07:12

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(17.9.09 21:02)
Liebe Missionsschwestern
lasset euch nicht vom Pfad der Tugend abbringen, besonders wo ihr jetzt ja wohl auf der Fahrt in das sündenpfuhlste aller Sündenpfuhle unterwegs seit. Meinen Segen habt ihr, solange der, wie oben beschriebene Gerstensaft frisch und unvergoren ist.
Ist er das?
Die Vorbereitungen für Silüls Geburtstagsfest sind angelaufen, was soviel heisst wie Silül hat bei Chrigubeck ein Apero riche bestellt.
Da wir 30 Personen einladen wollten, haben wir, weil wir schlau sind, einen Termin um 17.00, und einen um 20.00 Uhr angesetzt. Ziel: Die älteren Leute kommen früh und gehen früh. Weit gefehlt, die , und vorallem die, kommen auf den späten Termin und werden dann wohl auch bleiben bis das Büffet radibutz furtputzt ist. Was wohl heisst, Büffet leer, Haushaltkasse leer: Ramadan bis Ende Jahr. Die Welt ist ein Jammertal auch wenn wir hier, davon habt ihr in fernen Landen ja bestimmt noch nichts gehört, einen neuen Bundesrat haben, Didier Burkhalter, ein Neuenburger Ständerat, FDP. Couchepin ist zurückgetreten. Ob die Welt jetzt besser wird, d.h.die Krankenkassenprämien sinken? Wir wissen es nicht, vermuten aber, eher nicht.Die Welt also ein Jammertal bleiben wird.
Aber,ich bin wohl etwas vom Thema abgekommen.
Ich wollte euch warnen vor den einarmigen Banditen, die im sündenpfuhlsten aller Sündenpfuhle zu Tausenden auf euch lauern werden um euch das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Habt Dank, für den obigen Bericht eurer Pilgerfahrt und eurer Abenteuer, sowie für das ausführliche, wenn auch vermutlich etwas zensierte, Bildmaterial, das uns immer wieder auf verschlungen elektronischen Wegen erreicht, und in der Gemeinde mit grosser Freude betrachtet wird.
Zum Schluss auch diesmal wieder ein frommer Spruch, um nicht zu sagen eine Lebensweisheit, der dazu beitragen soll euch auf dem rechten weg zu halten: Bier auf Wein, das lasse sein, Wein auf Bier das rat ich dir.
Euer, den weiteren Berichten entgegen fiebernder,
Pater Ulrich Fritz

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