Canada

Wir sind jetzt schon den sechsten Tag mit Jackie unterwegs und haben erstmals wieder Internet. Seit gestern sind wir in Québec auf dem Coop Campingplatz und haben uns am Abend die Stadt angesehen. Im letzten Moment fanden wir doch noch das wahre Québec… Begonnen hat unser Roadtrip mit der Fahrt nach Montréal, die wir aber in zwei Etappen gemacht haben. Am ersten Tag fuhren wir bis nach Burlington VT. Dort konnten wir auf einem Campingplatz unser neues Zelt, die Luftmatratzen, Duvets und Kissen einweihen und uns ein super luxuriöses Zuhause bauen. Später kochten wir mit dem Gaskocher, den wir von Sophe ausleihen durften und beschlossen am Abend, noch im See baden zu gehen. Als wir uns auf den Weg machten, schlossen gerade die Tore. Nach einem kleinen Spaziergang, ohne einen anderen Zugang zum Wasser zu finden, gingen wir zurück zum Camping und rollten uns rebellisch unter dem Gittertor hindurch. Am einsamen Sandstrand rannten wir füdliblutt ins Wasser und badeten im Mondschein. Es wäre alles wunderbar bequem, warm, knuddelig und weich gewesen, wäre es in der Nacht nicht ko schiffen. Wir wurden nass und nässer, das Zelt entpuppte sich als undicht und da es kein Vordach hat, hatten wir ziemlich schnell einen reissenden Fluss im Zelt. Die Matratzen schwammen und wir wurden nass bis auf die Knochen. Um 7 Uhr morgens packten wir alles tropfnass in Jackie und fuhren davon Richtung Montréal. Die Luftfeuchtigkeit im Auto betrug ca. 800%. Unsere Sachen mussten unbedingt trocken werden, weil die ersten schon anfingen zu müffeln. Aber das Wetter wurde nicht besser. Wir beschlossen, in Montréal nach einer Jugendherberge zu suchen. Diese fanden wir auch und wir konnten das Zelt und die Matratzen im Gemeinschaftsraum aufhängen und trocknen lassen. In Montréal liefen gleich zwei Events: „DiversCité“ und „Francofolies“. Wir schauten uns die Gratiskonzerte an, unter anderem eine Drag Queen Show… Am nächsten Tag machten wir einen Spaziergang auf den Mont Royal und sahen uns die wunderschöne Sicht über ganz Montréal an. Später gingen wir shoppen, Nora fand Ballerinas und bekam davon Blasen. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit einer Hetzjagd nach Pflastern und Flipflops. Am Abend konnten wir dann aber doch nochmal in die Stadt an Konzerte gehen. Vorgestern Morgen verliessen wir Montréal und machten uns auf den Weg Richtung Québec. Die Fahrt begann sehr aufregend, da unser Tank fast leer war. Als wäre das nicht schon genug Adrenalin, gab auch noch unser GPS zwischenzeitlich den Geist auf. Wir waren mitten in Montréal und verloren. Es begann die nervenaufreibende Suche nach einer Tankstelle und es kam einfach keine. Die Anzeige blinkte immer schneller und wir mussten auf der Autobahn durch Tunnels und auf engen Baustellenstrassen fahren. Wir sahen uns panisch schon mitten auf der Strasse stehen und den Verkehr lahmlegen. Auf der anderen Autobahnseite sahen wir Tankstelle an Tankstelle und auch auf unserer Strassenseite verpassten wir einige. Dann endlich kam die Erlösung, wir sahen die nächste Tankstelle und erwischten die Einfahrt. Vor Erleichterung brachen wir sehr zum Erstaunen des Tankwarts in Freudentränen aus. Von nun an konnten wir entspannt den Rest der Strecke fahren. Die Nacht verbrachten wir in Donnacona vor Québec und gestern Morgen fuhren wir dann eben nach Québec. Von hier aus geht es dann wieder zurück in die USA, Richtung Niagarafälle. Ihr hört von uns. Nora und Madeleine

4.8.09 18:09

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ueli (5.8.09 17:52)
Hallo Noramadelein,
wenn einer eine Reise tut,.... na ja ihr wisst schon.
...und übrigens, Tankstellen sind auf der ganzen Welt immer auf der falschen Seite, wenn überhaupt.New England ist herzig, gell, manchmal ein bisschen Emmenthal, aber sonst... Montreal habe ich auch sehr positiv in Errinnerung aber bei uns war schönes Wetter, das hilft.
Nora, bei Margrith Künzler, Hasliberg, wartet übrigens viel Arbeit auf dich: 2 Stühle,2 Sofas, 2 Sessel. Sie will unbedingt, dass du die machst, weil der letzte so toll herausgekommen ist. Sie wartet deshalb auf deine Rückkehr und ihre Kunden auch.( ...und für alle, die diesen Kommentar auch lesen, und jetzt nicht so ganz verstehen um was es eigentlich geht: Das isch gliich!)
Ich wünsche schöne Weiterreise
Ueli


(6.8.09 09:54)
grüesseeeeeeeech

hehe, das mitem tanke isch am ör u mir ou passiert, irgendwo ime kaff in südfrankrich....es wär ja soooooooooooooo schön gsi, aber üse "rischard" het öppis z trinke bruucht u mir si liecht nervös gsi, das mir die schöni gägend nid so hei chönne gniesse :D :D :D :D när heimr chum chönne tanke, wöu irgendwie das chärtli nid het wöue, so wie mir....aber schlussändlech hanis gschafft, u mir hei es chliners freudetänzli ufgfüehrt
auso, wünsche euch e geuti zit...es härzlechs übere rügge strähle une schmatzer i muulegge :D
pepsle


Gassner Suzanne (17.8.09 12:59)
hallo zäme!
euer hippie von woodstock (grandpa woodstock) war am samstag in der zeitung!!
wir haben eure fotos aus facebook gesehen, das ist ja riiiiiiiiesig!! so richtig amerikanisch!
eure karte ist übrigens heute angekommen.


gruss family


Bernhard Leuthold (18.8.09 22:35)
Hallo zäme
Haben durch Susanne Gassner von eurem USA-Trip gehört und haben mit einem Schmuntzeln in euren Reiseberichten gelesen...
Weiterhin viele gute Erlebnisse on the road
wünscht euch die Leuthold-Familie

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