couchsurfing

grüesseeeeech!

als wir euch das letzte mal geschrieben haben, haben wir am abend noch rockband gespielt, wobei sich nora als ausserordentliches drumtalent herauskristallisiert hat...

noch später am abend konnten wir einen sternschnuppenregen beobachten, habt ihr den auch gesehen?

am donnerstag gingen wir dann nochmal nach chicago, um das art institute zu besuchen (free thursday). wir mussten in einer riiiiiiiesen schlange anstehen, aber es hat sich gelohnt.

am abend stand ein konzert auf dem programm. angela nahm uns mit an ein metalkonzert der band otep.

am freitag war es dann soweit. wir fuhren mit joe und seiner freundin briette in den great american six flags park. nora starb ungefähr 25 mal am selben tag. einmal auf der supermanbahn (looping hängend), einmal auf der batmanbahn (looping fliegend), einmal auf der ironwolfbahn (looping stehend), einmal auf einer alten holzwackelbahn, einmal auf der king chaos bahn (x-fache überschläge), und und und...

bis am schluss fand sie jedoch gefallen daran, nur hatte sie keine stimme mehr. den letzten ride müssen wir noch besonders erwähnen: wir waren zuvorderst auf der batmanbahn, es war schon dunkel und wir flogen und drehten durch die nacht...

der nächste tag begann ohne stimme, dafür mit halsweh. nachdem sie uns noch frisches gartengemüse mit auf den weg gaben, verliessen wir angela, marc, otto, mia, spike, viper und fish. wir fuhren nach madison in ein youth hostel.

am nächsten morgen gab es von mary, einer älteren reisenden hippiemutter, ein köstliches frühstück: as many pancakes with maple sirup as you can eat mit ei. wahrscheinlich sind ihre kinder nicht mehr zu hause, also bekocht sie ganze jugendherbergen...

nach dieser stärkung fuhren wir nach albert lea, minnesota.

heute fuhren wir nach sioux falls, wo wir bei wade gemar wohnen dürfen. wir haben uns in madison für couchsurfing registriert und wade angefragt, ob wir auf der durchreise zum yellowstone eine nacht auf sener couch schlafen dürfen. er sagte zu und es kam sogar noch besser. da sein mitbewohner unterwegs ist, haben wir unser eigenes zimmer mit doppelbett! wir wohnen also gratis und werden dieses couchsurfing noch mehr benutzen. wir sind ganz begeistert. wade ist 23 jahre alt, arbeitet mit flüchtlingen und hat nach eigenen angaben schon hunderte reisende beherbergt. er hat uns ein köstliches znacht gekocht und uns die regeln von american football zu erklären versucht...

das system couchsurfing läuft folgendermassen: jeder, der eine couch oder ein bett übrig hat, und gerne reisende beherbergen will, registriert sich dort. es ist also jeder gleichzeitig reisender und gastgeber. jeder kann überall auf der welt bei mitgliedern gratis übernachten und lässt dafür leute bei sich übernachten. die mitglieder bewerten sich gegenseitig, was das ganze sehr sicher macht. wenn jemand schlechte erfahrungen macht, schreibt er dies in die bewertung, und die andere person ist weg vom fenster... vielleicht klappt es, und wir gehen am donnerstag zum nächsten kandidaten...

morgen wollen wir in den badlands nationalpark fahren und dann weiter in den yellowstone.

bis dann!

die swissmisses

1 Kommentar 18.8.09 08:01, kommentieren

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Chicago

hello Switzerland!

wir sind seit montag in der nähe von chicago und wohnen bei freunden von sophe und ollie. die familie besteht aus: angela und marc und ihren kindern otto und mia. plus spike, ein hund der niemals gerade läuft (kreis für kreis vorwärts geht), viper, ein kater ohne stimmbruch plus fisch, der niemals etwas sagt und den ganzen tag den ausgang sucht...

den sonntag verbrachten wir in toledo, wo wir wieder mal ein baseballgame und feuerwerke sahen. das spiel sahen wir gratis vom parkhausdach aus. als das ganze spektakel vorbei war, gingen plötzlich ganze familien mit tramper rucksäcken ins stadion. nach dem ausgang sahen wir, dass das ganze spielfeld voller zelte war, wo die leute übernachteten...

nach einem tag chillaxen fuhren wir gestern nach chicago! als erstes gingen wir auf den willis tower und sahen uns die stadt von oben an. very nice! wir trauten uns sogar (nicht ohne hysterisches anfällchen) in den glaskasten mit 103 stockwerken nichts unter den füssen...

dann besuchten wir den millenium park, wovon wir sehr begeistert waren. bei der bean trafen wir joe, den manager von kt tunstall mit ihm und seiner freundin gehen wir am freitag in einen great american freizeitpark mit achterbahnen etc. (noras tod, aber so günstig, dass man fast gehen MUSS...) joe ist nicht nur kts manager, sondern ebenfalls ein freund von sophe und angela.

am nachmittag besuchten wir das museum of contemporary art, das free tuesday hatte.

heute machten wir eine velotour. velofahrer sind hier grundsätzlich dummköpfe. in amerika ist man so fest auf ein auto angewiesen, dass einfach jeder ein auto hat und es nur die ganz dummen nicht schaffen und deshalb ein velo haben...

so fuhren die zwei duchelis auf der suche nach briefmarken kilometerweit auf autostrassen zu einkaufmalls. nur waren die marken leider in der nächsten mall 9 meilen weiter entfernt zu kaufen. und auch dort waren sie ausverkauft. aber ein bisschen bewegung tat uns auch mal gut...

jetzt möchten wir noch ein kurzes resümee unserer bisherigen reise niederschreiben, für eventuelle neueinsteiger...

die wichtigsten stationen bisher:

new york

kingston

montréal

québec

niagara falls

chicago

bis zum nächsten mal!

nora und madeleine

1 Kommentar 13.8.09 02:31, kommentieren

Niagara Falls

grüesseeech

nach québec fuhren wir via watertown nach niagara falls. wir parkierten auf der amerikanischen seite und sahen uns zuerst die amerikanischen fälle an. dann passierten wir ein gittertor und gingen nur mit den identitätskarten über die grosse brücke zum kanadischen zoll. dort sahen wir, dass alle anstehenden leute ihre pässe dabeihatten. also beschlossen wir noch vor dem zoll, umzukehren, und unsere pässe auch zu holen. leider konnte man amerika nicht so einfach wieder betreten, sondern musste durch eine kontrolle. wir zeigten unsere ids, was dem frölein zoll aber nicht genug war und so mussten wir erstmal ein weilchen absitzen. nach ein paar minuten rief uns das frölein zu sich und liess uns nach einer moralpredigt dann doch wieder in die usa einreisen. wäre sie etwas fieser gewesen, hätte sie uns die wiederausreise nach kanada verweigern können, aber wir durften dann unsere pässe holen und doch noch auf die kanadische seite gehen und uns die sehr eindrücklichen kanadischen horseshoe falls ansehen.

am nachmittag fuhren wir dann nach brocton ny auf einen sehr schönen campingplatz direkt am lake erie. dieser see ist so gross, dass man kein anderes ufer sehen kann und ein bisschen das gefühl hat, man sei am meer. der strand war aber leider ganz mit algen zugepflastert, so dass baden nicht möglich war. am abend gab es ein gourmet-camper-znacht mit gourmet-dessert.

am donnerstag verliessen wir brocton und fuhren dem see entlang nach brunswick oh, nachdem wir etwas in cleveland umhergeirrt waren. wir fuhren an einem stadtion vorbei und beschlossen, hier unser erstes baseballgame zu sehen. auf dem campingplatz fragten wir also den netten und dicken imbissbudenbesitzer, wie man tickets bekommt. die nachricht von den schweizer mädchen, die noch nie an einem baseballspiel waren, verbreitete sich auf dem campingplatz wie ein lauffeuer und schliesslich kamen wir mit hilfe des ganzen platzes zu unseren tickets, die wir im büro vom camping ausdrucken durften.

am freitag war es dann so weit. wir sahen ein selten langweiliges spiel, das highlight war das riiiiiiiesen feuerwerk ganz am schluss.

jetzt verlassen wir den camping und fahren richtung chicago, wo wir bei freunden von sophe und ollie wohnen können!

liebe grüsse, nora und madeleine

3 Kommentare 8.8.09 17:35, kommentieren

Canada

Wir sind jetzt schon den sechsten Tag mit Jackie unterwegs und haben erstmals wieder Internet. Seit gestern sind wir in Québec auf dem Coop Campingplatz und haben uns am Abend die Stadt angesehen. Im letzten Moment fanden wir doch noch das wahre Québec… Begonnen hat unser Roadtrip mit der Fahrt nach Montréal, die wir aber in zwei Etappen gemacht haben. Am ersten Tag fuhren wir bis nach Burlington VT. Dort konnten wir auf einem Campingplatz unser neues Zelt, die Luftmatratzen, Duvets und Kissen einweihen und uns ein super luxuriöses Zuhause bauen. Später kochten wir mit dem Gaskocher, den wir von Sophe ausleihen durften und beschlossen am Abend, noch im See baden zu gehen. Als wir uns auf den Weg machten, schlossen gerade die Tore. Nach einem kleinen Spaziergang, ohne einen anderen Zugang zum Wasser zu finden, gingen wir zurück zum Camping und rollten uns rebellisch unter dem Gittertor hindurch. Am einsamen Sandstrand rannten wir füdliblutt ins Wasser und badeten im Mondschein. Es wäre alles wunderbar bequem, warm, knuddelig und weich gewesen, wäre es in der Nacht nicht ko schiffen. Wir wurden nass und nässer, das Zelt entpuppte sich als undicht und da es kein Vordach hat, hatten wir ziemlich schnell einen reissenden Fluss im Zelt. Die Matratzen schwammen und wir wurden nass bis auf die Knochen. Um 7 Uhr morgens packten wir alles tropfnass in Jackie und fuhren davon Richtung Montréal. Die Luftfeuchtigkeit im Auto betrug ca. 800%. Unsere Sachen mussten unbedingt trocken werden, weil die ersten schon anfingen zu müffeln. Aber das Wetter wurde nicht besser. Wir beschlossen, in Montréal nach einer Jugendherberge zu suchen. Diese fanden wir auch und wir konnten das Zelt und die Matratzen im Gemeinschaftsraum aufhängen und trocknen lassen. In Montréal liefen gleich zwei Events: „DiversCité“ und „Francofolies“. Wir schauten uns die Gratiskonzerte an, unter anderem eine Drag Queen Show… Am nächsten Tag machten wir einen Spaziergang auf den Mont Royal und sahen uns die wunderschöne Sicht über ganz Montréal an. Später gingen wir shoppen, Nora fand Ballerinas und bekam davon Blasen. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit einer Hetzjagd nach Pflastern und Flipflops. Am Abend konnten wir dann aber doch nochmal in die Stadt an Konzerte gehen. Vorgestern Morgen verliessen wir Montréal und machten uns auf den Weg Richtung Québec. Die Fahrt begann sehr aufregend, da unser Tank fast leer war. Als wäre das nicht schon genug Adrenalin, gab auch noch unser GPS zwischenzeitlich den Geist auf. Wir waren mitten in Montréal und verloren. Es begann die nervenaufreibende Suche nach einer Tankstelle und es kam einfach keine. Die Anzeige blinkte immer schneller und wir mussten auf der Autobahn durch Tunnels und auf engen Baustellenstrassen fahren. Wir sahen uns panisch schon mitten auf der Strasse stehen und den Verkehr lahmlegen. Auf der anderen Autobahnseite sahen wir Tankstelle an Tankstelle und auch auf unserer Strassenseite verpassten wir einige. Dann endlich kam die Erlösung, wir sahen die nächste Tankstelle und erwischten die Einfahrt. Vor Erleichterung brachen wir sehr zum Erstaunen des Tankwarts in Freudentränen aus. Von nun an konnten wir entspannt den Rest der Strecke fahren. Die Nacht verbrachten wir in Donnacona vor Québec und gestern Morgen fuhren wir dann eben nach Québec. Von hier aus geht es dann wieder zurück in die USA, Richtung Niagarafälle. Ihr hört von uns. Nora und Madeleine

5 Kommentare 4.8.09 18:09, kommentieren

hit the road, jackie!

nach einem lustigen start des heutigen tages erklärte uns ollie den weg zur shopping mall. wir gaben dann doch lieber die adresse ins gps ein und schafften es trotzdem, uns zu verfahren... (neuberechnung im gange. fahren sie komma drei meilen, dann rechts abfahren. neuberechnung im gange. rechts abfahren. neuberechnung im gange...)

irgendwann schafften wir es doch und wir betraten den ersten laden, walmart. wir nahmen einen überdimensional grossen einkaufswagen und bemerkten nach einer schere und einem leim, dass wir doch nicht im ganz billigen laden waren und verliessen ihn wieder. wir wollten nicht vom einen zum nächsten parkplatz fahren und so begann unsere wanderung, die wir schnell bereuten (es gab keine trottoirs oder fussgängerstreifen), zum nächsten laden. dort fragten wir nach dem billigsten supermarkt und erfuhren, dass es ebendieser walmart ist. also liefen wir wieder alles zurück, holten ganz amerikanisch unser auto und fuhren auf den nächsten parkplatz

schlussendlich fanden wir alles, was wir brauchen und kauften stuff für drei monate roadtrip!!! morgen kann es also definitiv losgehen und unsere blogs werden jetzt wirklich seltener... es geht übrigens richtung kanada los

wir freuen uns über jeden kommentar!

muntsch nora, madeleine (gassner, für die, die facebookeln...)

5 Kommentare 30.7.09 04:36, kommentieren

es ist soweit

heute um 18.00 ortszeit durften wir unseren kleinen jackie begrüssen. nach einer komplizierten steissgeburt können wir nun endlich unseren toyota yaris in die arme schliessen.

die unendlich stolzen und überglücklichen mieter

nora und madeleine

2 Kommentare 29.7.09 02:29, kommentieren

battle against ny state!

hi!

gestern lernten wir ein lustiges amerikanisches spiel kennen. es heisst "battle against new york state" oder "the inefficiency of dmv". zuerst erhält man die regeln in form einer liste. auf dieser liste sind 44 möglichkeiten aufgeführt mit unterschiedlichen punktwerten. ziel ist es, vor 4.45 uhr (feierabend des dmv=department of motor vehicles) 6 punkte zu erreichen, die die eigene identität beweisen und NUR auf originaldokumenten beruhen. sind diese 6 punkte erreicht, hat man die möglichkeit, in den USA ein auto zu kaufen. alles klar?

einige beispiele, wie man punkte erhält:

-pistol permit: 2 points

-us high school id with report card: 2 points

-nys photo driver license: 6 points

-us passport: 4 points

-us military dependent id card: 2 points

-supermarket check cashing card: 1 point

-veterans universal access photo id card: 1 point

...

...

dank dem schweizer pass erhielten wir 3 punkte. die schweizer id zählte NICHT! eine kredit- und eine ec-karte gaben weitere 2 punkte. der letzte punkt konnte eventuell mit einer übersetzung der krankenversicherungskarte geholt werden.

wir verbrachten also den nachmittag damit, eine notariell beglaubigte übersetzung einer unserer krankenversicherungskarten zu erhalten. leider sind im sommer alle schulen geschlossen und die lehrer in den ferien. für 125 dollar hätten wir es von jemandem machen lassen können, dauer: 1 woche.

in der verzweiflung übersetzte sie ollie für uns und wir erhielten sogar ohne weiteres stempel und unterschrift zur beglaubigung.

gleichzeitig klärt man ab, ob es möglich ist, als ausländer eine temporäre autoversicherung abzuschliessen. nach einem positiven zwischenbericht des netten versicherungsfröleins und mit blank liegenden nerven erreichten wir um 4.40 wieder den schalter, um unsere dokumente (pass, 2 kreditkarten, übersetzte krankenversicherungskarte) vorzuweisen und endlich den 6. punkt zu bekommen.

die neue frau am schalter fand dann aber nur 3 punkte (pass), weil die bankkarten nicht von amerikanischen banken sind und auch die versicherung nicht amerikanisch ist.

!GAME OVER!

!THAT SUCKS!

somit ist die letzte hoffnung, in den USA als ausländer ein auto zu kaufen, geschwunden, und wir müssen endgültig Plan B anwenden, also ein auto mieten. am abend prüften wir alle möglichkeiten, mit bus und zug zu reisen, mit dem ergebnis, dass mieten trotz allem am günstigsten ist, obschon es extrem teuer ist. aber so haben wir immer all unsere sachen mit uns, können im notfall im auto schlafen und sind unabhängig.

danken möchten wir an dieser stelle ollie, der sich extrem bemüht hat, uns zu helfen, der für uns 10'000 telefonate geführt hat und eine menge zeit und nerven investiert hat. ohne ihn wären wir gar nicht erst so weit gekommen! thanks a lot, ollie!

jetzt haben wir einmal darüber geschlafen und sind wieder guten mutes, dass wir ein auto mieten können und bald unseren roadtrip beginnen können!

kiss nora, madeleine

ps: leider können wir hier wirklich keine fotos hochladen, wer facebook hat, findet welche bei madeleine, freunde von nora können sie gerne anfragen.

1 Kommentar 28.7.09 20:10, kommentieren


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